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Jahresbericht 2010 der SP-Frauen Basel-Stadt

Kerngruppe

Die Kerngruppe der SP Frauen hat sich im Jahr 2010 monatlich getroffen; es haben jeweils 5-7 Frauen daran teilgenommen. Neu zur Kerngruppe gestossen ist Dominique König, die nach dem Rücktritt von Brigitte Hollinger aus dem Grossrat den Kontakt zur Fraktion aufrechterhält.

Für die Teilnehmenden sind die Diskussionen in der Kerngruppe sehr wichtig. Sie dienen dem Informationsaustausch über laufende Aktivitäten in der Partei, der Vernetzung mit anderen Frauenorganisationen in Basel, sowie der SP Frauen Schweiz und der Planung von Aktivitäten zu gleichstellungspolitischen Themen innerhalb und ausserhalb der SP.

Die aktiven Frauen machen immer wieder die ernüchternde Erfahrung, dass es viel Anstrengung braucht, das Erreichte zu verteidigen. Gerne würde wir mehr darauf aufbauen und dann weitere Schritte machen können.

Frauenstadtrundgang

Der Frauenstadtrundgang von Michela Seggiani wurde im Sommer 2010 nochmals vom Quartierverein Clara-Wettstein-Hirzbrunnen durchgeführt. Für diesen Anlass hat Michela den Rundgang aktualisiert. Es ist geplant, ihn auch dieses Jahr nochmals für alle Parteimitglieder anzubieten.

Veranstaltung zur Allgemeinen Erwerbsversicherung

Im September wurde eine Veranstaltung zum Thema der Allgemeinen Erwerbsversicherung organisiert. Nachdem die Idee von Nationalrätin Silvia Schenker vorgestellt worden ist, haben drei Frauen aus unterschiedlicher Perspektive – v.a. auch aus Gender-Sicht – dazu mit kritischen Fragen oder Ergänzungen Stellung bezogen. Die anschliessende Diskussion war sehr spannend und es wurde angeregt, das Thema in einem breiteren Rahmen innerhalb der Partei zu diskutieren. Geplant ist, die Delegiertenversammlung im Mai zu diesem Thema zu gestalten.

Neue Statuten der SP Basel Stadt

Neu verankert in den Statuten ist seit der Revision im Jahr 2010, dass analog zur SP Schweiz alle Frauen automatisch Mitglieder der SP-Frauen Basel-Stadt sind. Sie werden damit kontinuierlich über die Aktivitäten der SP-Frauen informiert. Der Austritt kann jederzeit ver­langt werden. Neu haben die SP Frauen auch das Anrecht, 5 Frauen für die Delegierten-Versammlung Basel-Stadt zu nominieren.

Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Strukturen

Mitgearbeitet haben die SP-Frauen bei der Diskussion und eventuellen Revision der Partei-strukturen. Diese Diskussion dazu wurde zu Beginn des Jahres 2010 aus verschiedenen Kreisen in der Partei angeregt.

Sachgruppe „Gleichstellung“

2010 ist das Präsidium der Sachgruppe Gleichstellung zurückgetreten. Eine Nachfolge konnte nicht gefunden werden. Die Gruppe hat sich seither nicht mehr getroffen. Die Kerngruppe der SP Frauen wird sich darüber Gedanken machen müssen, welche Rolle sie gegenüber dieser Sachgruppe wahrnehmen will.

Öffentlichkeitsarbeit

Weiter versuchen wir, über monatliche Leserinnenbriefe in der BAZ zu verschiedenen Themen aus einer gleichstellungspolitischen Perspektive in der Öffentlichkeit, stärker wahrgenommen zu werden. Die Briefe, auch jene, die nicht publiziert wurden, sind jeweils auf der Website der SP-Frauen abzurufen.

Auf Vorschlag von Barbara Kehl haben wir im Parteivorstand erfolgreich beantragt, dass in Zukunft in den kantonalen Abstimmungszeitungen auch Informationen in verschiedenen Sprachen von MigrantInnen aufgenommen werden. Damit soll ein aktiver Beitrag zu deren Integration geleitet und der zunehmenden Feindlichkeit gegen AusländerInnen entgegengewirkt werden.

Unser Auftritt auf der Website, aktuelle Sitzungsdaten, Leserinnenbriefe u.a. wurde von Raffaella Kristmann gepflegt.

Ein erster Newsletter an alle Frauen wurde im August versandt. Geplant ist, rund halbjährlich alle SP Frauen über die Aktivitäten zu informieren. Der zweite Newsletter soll im Frühling erscheinen.

Engagement für die Waffenverbotsinitiative

Im Hinblick auf die Abstimmung zur Waffenverbotsinitiative vom 13. Februar 2011 haben die SP Frauen mit einer kleinen Aktion im Rahmen der Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen im November in der Innenstadt ein Möbel deponiert mit der Aufschrift „Was hier stört, stört auch zuhause“. Dazu wurden an die PassantInnen Flyer verteilt.

Kontakt mit den Juso-Frauen

Der stärkere Austausch und die Vernetzung mit den Juso-Frauen wurde angestossen. Wir werden uns vermehrt gegenseitig informieren und in Aktivitäten einbeziehen.

Mentoring und Kontaktaufnahme mit neuen Mitgliedern

Das Projekt „Mentoring“, d.h. die Begleitung von Frauen, die sich für Mandate innerhalb der SP interessieren und die Begrüssung von Frauen, die neu der SP beitreten haben wir nicht wie gewünscht weiterverfolgen können. Es sind aber weiterhin Themen, die wir dieses Jahr bearbeiten möchten.

Mandate

Bei den SP-Frauen Schweiz waren wir im Berichtsjahr 2010 durch Barbara Kehl-Zim­mermann sowie Stefanie Schälin vertreten. Vertreterin im Parteivorstand war Barbara Heer, in der Geschäftsleitung Esther Wüthrich.

Im Herbst 2010 trat Brigitte Hollinger aus dem Grossrat zurück. Wir haben dies mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Herzlich begrüssen wir aber die nachrückende Vizepräsidentin Beatriz Greuter und wünschen ihr für die Arbeit im Grossrat viel Erfolg und Freude.

Die Aufgabe der Kassierin hat Sonja Roest übernommen.
Da die SP Frauen Anrecht auf 5 Sitze in der Delegiertenversammlung Basel Stadt haben, werden dafür noch interessierte Frauen gesucht.

Aktuell in der Kerngruppe:

  • Barbara Heer

  • Brigitte Hollinger

  • Barbara Kehl-Zimmermann

  • Dominique König (Grossrätin)

  • Raffaella Kristmann-Ferrazzini (Frauenrätin)

  • Irène Luethi-Brüderlin

  • Sonja Roest

  • Stefanie Schälin

  • Esther Wüthrich

Im Namen der SP-Frauen: Esther Wüthrich